Das automatisierte Fahren ist klar auf dem Vormarsch. Fahrerassistenzsysteme halten Einzug auch in Mittelklasse-Modelle und die Automobil-Industrie entwickelt an den Systemen der nächsten Generation. Allerdings sind die aktuell eingebauten Fahrerassistenzsysteme allesamt Systeme, die den Namen noch verdienen. Die Autos fahren noch nicht selbst, außer beim Einparken.

Die Revolution steht also noch bevor. Noch nimmt kein Autofahrer die Hände vom Lenkrad und noch ist jedem Autofahrer klar, dass Lesen, Dösen oder Schlafen ernsthafte Folgen hat. Wenn es jedoch den Autobahnassistenten gibt, Autos in der Stadt selbst fahren oder man gar keinen Fahrer mehr braucht, sind dies alles ernsthafte Optionen für den Fahrer. Aktuell sind die Folgen dieser Technologierevolution („Technikfolgenabschätzung“) noch unklar und sie sind noch nicht ausreichend untersucht. Klar ist nur, dass das Fahrerverhalten neuer Regelungen bedarf und dass der Technologierevolution zunächst eine Anpassung rechtlicher Regelungen vorangehen muss.

Befragung von Autofahrern zu Wissen, Nutzung und Einstellung von Fahrerassistenzsystemen

Ein kleiner Baustein zum besseren Verständnis dieser Situation ist das Verständnis, was Autofahrer heute über das Thema automatisiertes Fahren wissen und denken. Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben eine Umfrage in unserem Panel zum Thema gemacht.

Die meisten Autofahrer haben die Begriffe Fahrerassistenzsystem oder Fahrassistenzsystem schon mal gehört. 30% kennen diesen Begriff sogar sehr detailliert. Die Begriffe hochautomatisiertes Fahren, Google Auto und Autobahnpilot dagegen sind noch weitgehend unbekannt.

Autofahrer würden Fahrassistenzsysteme vor allem beim Einparken oder im Stau nutzen. Andere Nutzungsarten sind weniger populär – siehe dazu die folgende Grafik. Es wird aber klar bevorzugt, dass ANDERE Autofahrer diese Systeme nutzen.

Nutzung_Fahrerassistenzsysteme

Die Nutzung von Fahrassistenzsystemen ist bei den wenigsten Autofahrern mit einer Idee von Spaß verbunden. Auch in den anderen Kategorien mehr Sicherheit, besserer Verkehrsfluss usw. sind die Autofahrer nicht umfassend vom Nutzen der Systeme überzeugt – obwohl dies die Kerntreiber der Entwicklung des automatisierten Fahrens sind.

Folgen_Fahrassistenzsysteme

Der Vorteil, Menschen mobil zu machen, die es sonst nicht wären (Kinder, Senioren, Behinderte) wird gesehen, aber mit stark unterschiedlichen Ausprägungen.

Es ist eine klare Bereitschaft erkennbar, für diese Systeme Geld auszugeben. Die Bereitschaft für ein System, mit dem automatisiertes Fahren in der Stadt möglich, schwankt die Preisbereitschaft (wenn vorhanden) von 1.000 bis 20.000 Euro.

Die gesamten Ergebnisse dieser Befragung mit ca. 400 Befragten Autofahrern können Sie bei uns gegen eine Schutzgebühr von 99 Euro anfordern unter globis@globis-berlin.de.